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Häufige Fragen zur Urologie

Wie läuft eine Vasektomie ab?

Die Vasektomie ist eine chirurgische Methode zur dauerhaften Verhütung für Männer. Sie wird als ambulanter Eingriff in einer urologischen Praxis oder Klinik durchgeführt. Vor dem Eingriff findet eine ausführliche Beratung statt, bei der individuelle Gesundheitsrisiken und Anforderungen abgeklärt werden. Im Vorfeld des Eingriffs wird außerdem ein Gesundheitscheck durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine Kontraindikationen vorliegen.

Der Eingriff selbst dauert in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten und erfolgt unter örtlicher Betäubung. Bei der Vasektomie werden kleine Schnitte in den Hodensack gemacht, durch die die Samenleiter freigelegt, durchtrennt und anschließend verschlossen werden. Nach dem Eingriff ist es wichtig, sich ausreichend Zeit für die Erholung zu nehmen. Es wird empfohlen, körperliche Anstrengungen und sexuelle Aktivitäten einige Tage zu vermeiden. Nach einigen Wochen muss die Samenflüssigkeit zweimal überprüft werden, um sicherzustellen, dass keine Spermien mehr vorhanden sind. In seltenen Fällen sind auch mehrere dieser Tests notwendig, um absolute Sicherheit zu gewährleisten.

Blut im Urin – was tun?

Das Vorhandensein von Blut im Urin (Hämaturie) ist ein Symptom, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Die Ursachen für Blut im Urin sind vielfältig und können von relativ harmlosen Faktoren wie intensiver körperlicher Anstrengung, einer Infektion oder bestimmten Medikamenten bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Zuständen reichen: z.B. Blasen- oder Niereninfektionen, Nierensteinen und Krebs.

Da die Bandbreite der möglichen Ursachen groß ist, ist eine gründliche medizinische Untersuchung durch eine Fachärztin/einen Facharzt für Urologie unerlässlich.

Bei einem Besuch in der urologischen Praxis werden verschiedene diagnostische Maßnahmen ergriffen, um die Ursache der Hämaturie zu identifizieren. Dazu gehören neben einer ausführlichen Anamnese auch Bluttests, Urinkulturen und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomographie. In bestimmten Fällen kann auch eine Zystoskopie (Blasenspiegelung) notwendig sein, also die direkte Betrachtung der Blase mit einem Endoskop.

Warum brennt es beim Pinkeln?

Das Brennen beim Wasserlassen ist ein weit verbreitetes Symptom, das oft auf eine Infektion im Harntrakt hindeutet. Meist sind es Bakterien, die sich in der Harnröhre ansiedeln und zu einer Entzündung führen. Eine bakterielle Harnwegsinfektion ist die häufigste Ursache für dieses unangenehme Symptom. Neben bakteriellen Infektionen können jedoch auch andere Faktoren das Brennen beim Urinieren auslösen. Dazu gehören sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien oder Gonorrhoe aber auch Reizungen durch chemische Stoffe wie Seifen, Lotionen oder Verhütungsmittel sowie in einigen Fällen auch Harnsteine oder Medikamenten-Nebenwirkungen.

Bei anhaltendem Brennen ist es wichtig einen Facharzt/eine Fachärztin für Urologie aufzusuchen. Dort werden dann verschiedene Diagnoseverfahren wie Urinanalysen, Ultraschalluntersuchungen oder in speziellen Fällen auch Zystoskopien (Blasenspiegelung) durchgeführt, um die genaue Ursache festzustellen. Anschließend wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet, die je nach Ursache von Antibiotika bis hin zu symptomlindernden Medikamenten reichen kann.

Tritt also ein Brennen beim Wasserlassen auf, sollte das Symptom nicht ignoriert werden. Es kann ein Anzeichen für eine zugrundeliegende Erkrankung sein. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen wie Niereninfektionen oder chronische Harnwegsprobleme zu vermeiden.

Was hilft gegen Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung (Zystitis) ist eine häufige urologische Erkrankung, die meist durch Bakterien ausgelöst wird. Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen oder ein Brennen beim Wasserlassen, verstärkter Harndrang, trüber Urin und manchmal sogar das Auftreten von Blut im Urin.

Die Symptome einer Blasenentzündung sollten hausärztlich und urologisch abgeklärt werden. Zur Diagnostik wird in der Regel eine Urinkultur angelegt, eventuell wird eine Ultraschalluntersuchung der Blase gemacht. Therapeutisch werden oft Antibiotika verschrieben, die speziell auf den identifizierten Erreger abgestimmt sind. Zusätzlich zur antibiotischen Therapie können schmerzlindernde Medikamente oder krampflösende Mittel zum Einsatz kommen, um die Beschwerden zu lindern.

Neben der schulmedizinischen Behandlung gibt es unterstützende Hausmittel und Maßnahmen, die den Heilungsprozess beschleunigen können. Dazu gehören das Trinken großer Mengen Wasser, um die Blase durchzuspülen, und die Einnahme von pflanzlichen Medikamenten.

Für Patientinnen und Patienten, die unter chronischen oder wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden, können zusätzliche diagnostische Schritte wie eine Blasenspiegelung (Zystoskopie), Röntgenaufnahmen oder eine Computertomographie sinnvoll sein. Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchungen sollte ein individueller Behandlungsplan entwickelt werden, der auch prophylaktische Maßnahmen wie die Langzeitantibiotikatherapie oder Impfungen gegen bestimmte Bakterienstämme beinhalten kann.

Ursachen für häufiges Wasserlassen

Häufiges Wasserlassen kann ein Symptom für eine Reihe unterschiedlicher medizinischer und nicht-medizinischer Zustände sein. Das Spektrum reicht von harmlosen Gewohnheiten bis hin zu ernsthaften medizinischen Bedingungen, die eine sofortige Behandlung erfordern.

  • Infektionen des Harntrakts: Blasenentzündungen, Harnröhreninfektionen oder Niereninfektionen sind häufige Ursachen. Sie können Symptome wie Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen neben dem häufigen Harndrang mit sich bringen.
  • Urologische Probleme: Eine vergrößerte Prostata, Interstitielle Zystitis oder andere Probleme des Urogenitalsystems können ebenfalls zu erhöhtem Harndrang führen.
  • Hormonelle Einflüsse: In manchen Fällen kann die hormonelle Veränderung, wie sie zum Beispiel während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre auftritt, ebenfalls zu häufigem Wasserlassen führen.
  • Diabetes: Als Symptom für nicht gut eingestellten Diabetes, kann häufiges Wasserlassen diagnostische Bedeutung haben.
  • Medikamente und Substanzen: Verschiedene Medikamente wie Diuretika (Entwässerungsmittel), Antihistaminika (Allergietherapie) oder Psychopharmaka können den Harndrang steigern. Auch der Konsum von Koffein und Alkohol kann zu einer gesteigerten Urinproduktion beitragen.
  • Übermäßige Flüssigkeitsaufnahme: Manchmal ist die Ursache schlicht und einfach eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr.
  • Neurologische Erkrankungen: Probleme mit dem Nervensystem, wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Parkinson, können die Blasenfunktion beeinflussen und zu häufigem Wasserlassen führen.
  • Psychologische Faktoren: Auch Stress oder Angst können den Harndrang beeinflussen.
  • Andere Erkrankungen: Herzinsuffizienz, Nierenfunktionsstörungen oder Tumore im Bauch- oder Beckenbereich können ebenfalls zu häufigem Wasserlassen führen.

Da häufiges Wasserlassen durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden kann, ist eine genaue Diagnose durch eine Urologin oder einen Urologen notwendig. Zu den üblichen diagnostischen Verfahren gehören Urinanalysen, Bluttests, Ultraschalluntersuchungen und eventuell weitere spezialisierte Untersuchungen wie Urodynamik (Blasendruckmessung) oder Blasenspiegelung. Die Behandlung kann je nach Bedingung von Medikamenten bis hin zu chirurgischen Eingriffen reichen.

Symptome einer Prostataentzündung

Eine Entzündung der Prostata kann verschiedene Symptome hervorrufen. Diese Beschwerden treten unterschiedlich intensiv auf und können die Lebensqualität erheblich einschränken.

  • Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl können im Bereich des Unterbauchs, des Damms, der Leistengegend oder der Lendenwirbelsäule auftreten. Diese Schmerzen können in die Beine oder den unteren Rücken ausstrahlen.
  • Viele Betroffene haben Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Das kann sich als schmerzhaftes, vermindertes oder verzögertes Wasserlassen äußern. In einigen Fällen ist der Harndrang auch erhöht, während die Fähigkeit zur vollständigen Entleerung der Blase eingeschränkt sein kann.
  • Fieber, Schüttelfrost und allgemeine Schwäche können ebenfalls Anzeichen einer Prostatitis sein.
  • Neben den urologischen Symptomen kommt es häufig auch zu sexuellen Problemen. Dazu zählen Schmerzen beim Ejakulieren, verminderter Sexualtrieb und Erektionsprobleme.
  • In einigen Fällen können auch Blut im Sperma, anhaltende Müdigkeit und Verdauungsprobleme beobachtet werden

Da die Symptome einer Prostata Entzündung denen vieler anderer Erkrankungen ähneln können, ist eine genaue Diagnose durch einen Urologen/eine Urologin unerlässlich. Typische diagnostische Verfahren sind eine körperliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung der Prostata sowie Urin- und Bluttests zur Entzündungsmarkierung. Nachdem die genaue Ursache und der Schweregrad der Entzündung bestimmt sind, wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt. Dazu gehören eine Antibiotikatherapie, entzündungshemmende Medikamente, physiotherapeutische Maßnahmen oder in schweren Fällen auch chirurgische Eingriffe.

Behandlung von Harninkontinenz

Die Behandlung von Harninkontinenz kann stark variieren. Sie hängt davon ab, welche Art von Inkontinenz vorliegt, wie schwer die Symptome sind und welche Lebensumstände der betroffenen Person vorliegen. Harninkontinenz kann von leichter Belastungsinkontinenz über Dranginkontinenz bis hin zu schweren Fällen von Überlauf- oder Reflexinkontinenz reichen. Jede dieser Formen erfordert eine eigene Herangehensweise in der Behandlung.

Wie erkenne ich Nierensteine

Uretersteine können ein breites Spektrum an Symptomen hervorrufen.  Die häufigsten Anzeichen sind intensive, krampfartige Schmerzen im Rücken, in der Flanke oder im Unterbauch. Nierenkoliken werden ausschließlich durch Uretersteine verursacht. Diese Schmerzen können so stark sein, dass sie Übelkeit und sogar Erbrechen nach sich ziehen. Weitere mögliche Symptome sind Blut im Urin (Hämaturie), häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Wasserlassen, Fieber und Schüttelfrost. Oft werden Steine auch zufällig im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder anderen bildgebenden Verfahren entdeckt, die aus ganz anderen medizinischen Gründen durchgeführt wurden.

Bei Verdacht auf Nierensteine sollte so schnell wie möglich eine Fachärztin oder ein Facharzt für Urologie aufgesucht werden. Dort können eine Reihe von diagnostischen Maßnahmen durchgeführt werden, um die Diagnose zu bestätigen und den besten Behandlungsansatz zu finden. Neben der körperlichen Untersuchung und einer gründlichen Anamnese können weitere Tests wie Ultraschall, Computertomographie (CT), Röntgenaufnahmen, Urin- und Bluttests erforderlich sein. Je nach Größe, Lage und Art der Steine wird der Urologe/die Urologin einen individuellen Behandlungsplan erarbeiten, der von einer medikamentösen Therapie bis hin zu operativen Eingriffen reichen kann.

Wie effektiv ist Stoßwellentherapie bei Nierensteinen?

Die Stoßwellentherapie, auch als extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bezeichnet, ist eine weit verbreitete, nichtinvasive Behandlungsform für Nierensteine. Diese Methode hat sich als besonders nützlich bei der Zertrümmerung von Nierensteinen erwiesen, um deren natürliche Ausscheidung über den Urin zu erleichtern. Der Prozess umfasst die Verwendung von hochfokussierten Stoßwellen, die auf den Nierenstein gerichtet sind. Durch die Energie dieser Stoßwellen wird der Stein in kleinere Fragmente zerbrochen, die dann viel einfacher durch das Harnsystem ausgeschieden werden können.

Die Wirksamkeit der Stoßwellentherapie kann allerdings je nach Größe, Lage und der chemischen Zusammensetzung des Nierensteins variieren. In der Regel reagieren Steine, die kleiner als 2 cm im Durchmesser sind und sich im oberen oder mittleren Teil des Nierenbeckens befinden, am besten auf diese Behandlungsform. In solchen Fällen beträgt die Erfolgsrate etwa 70 bis 90 Prozent. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die Stoßwellentherapie bei bestimmten Arten von Steinen, wie zum Beispiel Zystinsteinen, weniger effektiv sein kann. Dies ist oft auf die besondere Härte oder chemische Struktur dieser Steine zurückzuführen.

Nach der Durchführung der Stoßwellentherapie können Patienten einige Nebenwirkungen wie leichte Schmerzen, Blut im Urin oder einen erhöhten Harndrang erleben. Diese Symptome sind jedoch meist nur von kurzer Dauer und klingen in der Regel schnell wieder ab. Es ist immer ratsam, die Nachsorgeanweisungen des behandelnden Urologen sorgfältig zu befolgen, um den Behandlungserfolg zu maximieren und etwaige Nebenwirkungen zu minimieren.

Was ist ein PSA-Test

Ein PSA-Test ist ein Bluttest zur Messung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), eines Eiweißstoffes, der in der Prostata gebildet wird. Ein erhöhter PSA-Wert kann ein Hinweis auf Veränderungen der Prostata sein, beispielsweise auf Prostatakrebs, eine gutartige Vergrößerung oder eine Entzündung. Er ist ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung von Prostatakrebs, schließt ihn aber nicht automatisch ein, da auch andere Ursachen zu einem erhöhten Wert führen können.

Dr. Merkl

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